3. Tag: North Platte – Chimney Rock – Scott’s Bluff National Monument – Fort Laramie – Guernsey – Casper

Dieser Tag wurde einer der Intensivsten der Tour, denn die Landmarken zwischen North Platte und Fort Laramie waren sehr zahlreich. Ein Wahrzeichen, welches wohl das bekannteste des ganzen Oregon Trails ist, ist der Chimney Rock, der aus dem platten Land Nebraskas erhebt. Für die Wagentrecks war er ein schon von weitem sichtbarer Orientierungspunkt und beliebter Rastplatz. Heute gibt es dort ein Besucherzentrum. Auf dem Friedhof sind nicht nur die Gräber der Pioniere, sondern auch Grabstellen neueren Datums.

Hinter der heutigen Stadt Scottsbluff erreichen wir das Scotts Bluff National Monument. Die ersten Trecks fuhren um die geologischen Formationen herum. Später fuhr man über den Mitchell Pass mitten durch.

An der Straße vor dem Besucherzentrum findet man an einem Lehrpfad mehrere Planwagen, die man genauer anschauen kann. Im Besucherzentrum selbst dann vielfältige Informationen und einen Einführungsfilm.

Eine asphaltierte Straße führt auf die Höhen der “Bluffs”. Über kurze Wanderpfade kommt man zu Aussichtspunkten von denen man einen guten Überblick über die Stadt und die Gegend hat. In der Ferne sieht man auch den Chimney Rock.

Den Schlenker in die Nordost-Ecke von Colorado sparten wir uns und fuhren direkt über die Grenze nach Wyoming zum Fort Laramie, einem wichtigen Schutzort für die Trecks. Die alte Brücke und das Fort sind denkmalgeschützt. Das Fort ist nicht, wie wir Deutschen immer denken, ein von Holzpalisaden umsäumtes Areal, sondern eher wie ein Dorf zu betrachten. Es gibt Mannschafts- und Offiziersunterkünfte sowie Stallungen und einen Laden zu besichtigen. Im Sommer geben kostümierte Darsteller Einblicke in das Leben im Fort.

Beim Ort Guernsey erwarten uns zwei weitere Sehenwürdigkeiten. Zuerst fahren wir zu den “Trail Ruts”. Hier haben die massiven Räder der Ochsenkarren tiefe Einschnitte in die Felsen verursacht. Erläuterungsschilder geben Erklärungen dazu.

Die zweite Sehenwürdigkeit sind die “Register Cliffs”. Dort haben die Reisenden sich in dem weichen Gestein verewigt. Nun könnte man sagen, dass Vandalismus eine lange Tradition hat – hier zu sehen. Und es gibt auch Markierungen neueren Datums. Deshalb sind die historischen Teile mittlerweile abgezäunt.

Es war schon spät und so fuhren wir auf der Interstate 25 auf direktem Weg nach Casper.