4.Tag: Casper – South Pass City – Diamondville
Nach einer ziemlich lausigen Nacht (die Heizung im Motel 6 funktionierte nicht) machten wir uns auf den Weg zum Independence Rock. Es war Ziel der Siedlertecks am amerikanischen Unabhängigkeitstag dieses Landmark zu erreichen. Dann konnte man relativ sicher sein, den ganzen Weg bis zum Wintereinbruch zu schaffen.

Heute ist Independence Rock ein National Historic Landmark. Ein Wanderweg führt zum Rock und um ihn herum. Auch hier gibt es Wagenspuren und in den Granit eingeritzte Namen der Reisenden.

Weiter ging es über die Landstraße Wyo 220 zum Devil’s Gate, einem durch den Sweetwater River geschaffenen Einschnitt in eine Felsenkette.

An einem gepflasterten Wanderweg gibt es Informationsschilder und Wagenspuren zu sehen.

Devil's Gate, Wyoming

Die Wyoming 220 führt uns weiter zu einer weiteren, markanten Felsformation, die den Siedlern damals und uns heute, als Wegweiser nach South Pass City diente.

Dort trafen wir am frühen Nachmittag ein.

Split Rock, Wyoming

South Pass City hat mit dem Oregon Trail eigentlich nur zu tun, weil die Goldsucher diesen während eines kurzen Goldrausches, der 1867 begann, als Anreise- und Transportstrecke benutzten. Der Ort wurde sozusagen über Nacht aus dem Boden gestampft und fast ebenso schnell auch wieder verlassen. Heute ist die Gebäude im Ort teilweise restauriert und können von Mai bis September besichtigt werden. Die Eintrittsgebühr betrug 2015 4 $ pro Person. Das ist nicht viel und es lohnt sich. Oberhalb des Ortes befindet sich die Carissa Mine. Diese wurde seit 1867 immer wieder geöffnet und geschlossen, je nachdem wie der Goldpreis stand und die wechselnden Eigentümer Geld zur Verfügung hatten. Zuletzt wurde die Mine 1949 geschlossen.

Tagesziel für heute war dann Diamondville, kurz vor der Grenze nach Idaho.