7.Tag: Baker City – Pendleton – The Dalles – Oregon City

Unser letzter Tag auf dem Oregon Trail begann mit der Fahrt von Baker City hoch zum Columbia River, der heute die Grenze zwischen den Bundesstaaten Oregon und Washington bildet. Wir folgten der Interstate 84 auf der Oregon Seite bis nach The Dalles. Im City Park finden wir das “End of Oregon Trail” Denkmal. Das stimmt aber nur zum Teil, denn für einige Jahre endetet nur der befahrbare Trail hier. Die meisten Siedler wollten aber noch weiter nach Westen und mussten ihre Wagen auf Boote oder Flöße verladen, denn es gab keinen befahrbaren Weg. Das Vieh wurde über Land nach Westen getrieben, während die Familien mit der restlichen Habe den gefährlichen Weg über den Columbia River nehmen mussten. Stromschnellen, von denen manche nicht befahrbar waren und die komplette Ladung um sie herum getragen werden musste, sowie gefährliche Winde in der Columbia River Schlucht machten die Reise extrem gefährlich. 1846 baute ein Pionier namens Barlow eine befahrbare Straße die zwar weniger gefährlich, aber wegen der Maut auch nicht viel billiger war als die Verladung auf Boote, sodass immer noch viele Reisende den Weg über das Wasser vorzogen.

Wir fuhren weiter entlang des Columbia Rivers, machten kurz Stopp bei den 189 m hohen Multnomah Falls und erreichten am späten Nachmittag Oregon City, im Süden von Portland.

Leider war es schon so spät, dass das, von außen wie ein überdimensionaler Planwagen ausschauende Museum bereits geschlossen war. Wir schauten uns also nur auf dem Außengelände um.

Damit ging unsere Tour entlang des Oregon Trails etwas unbefriedigend zu Ende. Gut – wir hätten am anderen morgen noch mal hinfahren können, aber das wäre Sonntag gewesen und das Museum macht dann erst um 10:30 auf. Wir hätten dann unser geplantes Pensum für diesen Tag nicht mehr geschafft. Ausreden über Ausreden. Wahrscheinlich waren wir nur zu faul.