Homosassa Springs, Florida

Hier, im Homosassa State Wildlife Park, entspringt der Homosassa River und bahnt sich den kurzen Weg zum Golf von Mexiko. Nehmen Sie sich die Zeit, von der Anlegestelle an der Hauptstraße mit dem Boot und nicht mit dem Shuttle zum Parkeingang zu gelangen. Es lohnt sich die 20 Minuten durch die Sumpfkanäle zu fahren. Auf der Bootsfahrt gibt es nämlich Infos über die Geschichte des Parks. Als Zoo für exotische Tiere gegründet und später zum Park für einheimische Tiere umgewandelt. Alle fremden Tiere wurden dabei abgegeben bis auf das Nilpferd Luzifer, genannt Lu. Dieser war nach Dreharbeiten und Pleite der Produktionsfirma in den 60er Jahren hier zurückgelassen worden. Weil er kein neues Zuhause fand, erklärte ihn der Gouverneur auf Drängen der Bürger kurzerhand zum einheimischen Floridianer, und so konnte er mit Schutz des Gesetzes bleiben. Mittlerweile ist Lu 58 Jahre alt und mit Abstand das älteste bekannte Hippo der Welt.
Nach Anlegen des Bootes die 13 $ Eintritt (2017) bezahlt. Ziemlich stressig, wenn 40 Leute gleichzeitig an die Kasse wollen.

Durch Mischung von Süßwasser und dem vom nahen Meer eindringenden Salzwasser, tummeln sich hier Fluß- und Meeresfische gemeinsam.

Von einer Unterwasser-Beobachtungsplattform können Sie sich das Getümmel ansehen und, im Winter mit etwas Glück auch Manatees.

Homosassa Springs - Unterwasser-Beobachtung

Verpassen Sie in keinem Fall deren Fütterung. Die Tiere kommen (im Winter – heißt ab November) aus der großen Lagune zur Fütterungsstelle, um sich Ihre Ration Gemüse abzuholen. Dabei machen sie sich durch lautes Klatschen mit ihrem Maul auf der Wasseroberfläche bemerkbar. Die Ranger geben interessante Informationen über die Art und die Tiere im einzelnen.  Im Winter sind auch die Tore zum Meer geöffnet und erlauben damit den wilden Manatees, sich  an der mit 22 Grad warmen Quelle dem kalten Golfwasser zu entziehen.  Kaltes Wasser bedeutet für Manatees Lebensgefahr.

In der Sommer-Saison findet die Vorführung in einem kleinen Bereich außerhalb der Lagune statt. Dann sind die Tore zum Meer geschlossen und nur die hier “wohnenden” Manatees werden versorgt.

Eine weitere Präsentation nennt sich “Wildlife encounters”. Die Ranger erzählen zunächst immer allgemeine Dinge über den Park, die Ranger und die vielen Freiwilligen.

Hier werden in der Hauptsache Tiere aufgepäppelt, die irgendwo verwaist oder verletzt aufgefunden wurden. Nach Möglichkeit werden Sie anschließend wieder ausgewildert. Man zeigt den Besuchern diese Tiere , z.B. ein Opossum, aus einem tragbaren Käfig genommen und vor einen Futtertrog gesetzt und damit während der weiteren Erläuterungen beschäftigt. Beim vorletzten Besuch sahen wir eine einflügelige Eule, die verletzt aufgefunden wurde und durch ihre Verletzung in der Wildnis nicht überlebensfähig ist. Sie wird ihr ganzes Leben hier im Park verbringen.

Natürlich muss man sich auch die Präsentation von Nilpferd Lu anschauen, dem eigentlichen Star des Parks.

 

Zwischen den Präsentationen kann man die anderen Bereiche des Parks erkunden. Es gibt ein Reptilienhaus mit den einheimischen Schlangen, offene Bereiche für Bären, Füchse, Wölfe, Otter, Flamingos und anderer Wasservögel, Adler, Eulen und natürlich Alligatoren. Die liegen meist faul im Wasser und an den Randbereichen herum. Vor Jahren gab es hier auch ein echtes Florida-Krokodil. Das war allerdings in Einzelhaltung, weil es den Alligatoren die Schwänze angebissen hatte.