Devils Tower National Monument, Wyoming

Unheimliche Begegnung der dritten Art (USA 1977)

Der Film von Stephen Spielberg erzählt die Geschichte des Kontaktes zwischen Menschen und Außerirdischen, wobei die Kommunikation über Musik und Handzeichen erfolgt. Die Außerirdischen landen zum Ende des Filmes beim Devils Tower und laden ausgewählte Erdenbewohner, unter ihnen den von Richard Dreyfuss dargestellten Roy Neary,  auf eine Reise in ihrem Raumschiff ein.

Devils Tower National Monument, Wyoming
Devils Tower National Monument, Wyoming

Im wahren Leben ist der Devils Tower ein National Monument, die Vorstufe zum National Park, und liegt in der Nordost-Ecke des Bundesstaates Wyoming. Bei der Anfahrt ist er wegen seiner Höhe von fast 300 schon von weitem zu erkennen. Erklärungsschilder an der Landstraße geben erste Informationen, bevor man zur Eingangsstation kommt. Eintritt per Autoladung 20 $ (Februar 2018). 

Auf dem Weg vom Eingang zum Visitor Center passiert man eine Präriehunde-Stadt. Diese Tiere leben in Gängen unter der Erde. Ist die Luft rein, sitzen sie an an den Ausgängen und beobachten aufmerksam die Umgebung. Bei Gefahr warnen sie sich gegenseitig durch schrilles Pfeifen.

Dieses Schauspiel ist auf jeden Fall einen Stopp wert – entweder bei der Ein- oder der Ausfahrt.

Es ist wie immer eine gute Idee, die Informationen, die das Visitor Center bietet, zu nutzen. 

Der Tower entstand vor ca. 50 Millionen Jahren, als geschmolzene Magma sich im Untergrund ausbreitete und zu oftmals sechseckigen Säulen erstarrte. Umgebenes Ablagerungsgestein ist seitdem erodiert und hat den Tower freigegeben.

Seinen Namen bekam er aus der Fehlübersetzung eines der zahlreichen Namen, den die Ureinwohner dem Gebilde gaben: Bad Gods Tower. Ein anderer Name war und ist “Bears Lodge”. Dazu gibt es ein schönes Ölgemälde im Center, auf dem ein riesiger Bär versucht die Menschen auf dem Plateau zu erreichen und mit seinen Krallen die typischen Kerben an der Seite des Towers verursacht.

Im Visitor Center- Die Legende vom Devils Tower
Im Visitor Center- Die Legende vom Devils Tower

Versorgt mit den Informationen des Visitor Centers kann man sich dann auf den 2 km langen Rundweg um den Tower machen. Aus den unterschiedlichen Sichtwinkeln  erlebt man den Tower und seine Umgebung auf besondere Art. Im Sommer befinden sich Kletterer in den Säulen. Mit etwas Glück sieht man interessante Tiere. Wir haben hier Eichhörnchen in Teamwork gesehen. Eines pflückt die Tannenzapfen und wirft sie herunter. Ein Anderes sammelt sie ein und schafft sie weg. (Vielleicht war das andere auch nur ein dreister Dieb.) Schilder warnen vor Klapperschlangen. Eine Schlange haben wir auch gesehen, trauten uns aber nicht die Klapper zu verifizieren. Oben auf dem Plateau soll es übrigens auch Nagetiere und Schlagen geben. Wie die da wohl hinauf gekommen sind.

Da der Tower für die Ureinwohner heilig ist, kollidieren hier auch die Interessen. An manchen Stellen sieht man bunte Stofffetzen, die in die Zweige gehängt sind.

Apropos Filme: Auch das Ende unseres beschriebenen Films “Paul” wurde hier gedreht. Schauen Sie unseren Artikel über Paul in Rachel, Nevada.