Trinkgeld (Tip)

Trinkgeld in Restaurants – ein Muss

Bedienungen in amerikanischen Restaurants (ausser fastfood im Schalterbetrieb) erwarten einen “tip”, weil sie davon leben müssen. Man kann sie als freie Unternehmer betrachten, die von den Restaurants sehr gering, manchmal garnicht bezahlt werden. Also werden sie von den Kunden entlohnt. Sie werden feststellen, daß im Gegensatz zu manchen Etablissements in Deutschland der Durchsatz an mürrischen Bedienungen sehr gering ist. Das macht Spass und sollte seinen Preis wert sein.

Ist man zufrieden, gibt man 15% des Rechnungsbetrages (ohne Steuern), wenn die Bedienung top war, darf es auch mehr sein. Man drückt der Bedienung das Geld aber nicht in die Hand, sondern legt es diskret auf den Tisch. (Aber bitte nicht sämtliche 1 cent Münzen, die sie in der Tasche haben). Falls Sie mit Kreditkarte bezahlen, können Sie den Betrag auch auf der extra ausgedruckten Rubrik des Beleges eintragen. Achten Sie auch hier immer darauf, dass Sie die 1 (ohne Haken) und die 7 (ohne waagerechte Linie in der Mitte) immer so schreiben, wie die Einheimischen das wollen.

Neuerdings kann man auf dem Display an der Kasse auf einen Knopf drücken um automatisch 18, 20 oder 22 % Trinkgeld aufschlagen zu lassen.

 

Mel's Diner
Mel's Diner
Trinkgeld - Restaurant - Open 24 Hours
Restaurant - Open 24 Hours
Trinkgeld - Tips - Frühstück
Frühstück

Da hat man clevererweise die 15 % gleich weggelassen. Allerdings kann man “other” wählen und dann einen Dollarbetrag eingeben. Wir machen das immer so – am Tisch oder an der Kasse: 15 % des vollen Betrages (auch bei Rabatt wg. Alters auf den ursprünglichen Betrag) und dann aufrunden auf den nächsten halben Dollar. 

Leider halten sich nicht alle an diese Selbstverständlichkeit. Deshalb gibt es bereits an den stark von europäischen Touristen frequentierten Zielen des Westens bereits Restaurants, die aus ihren Erfahrungen ihre Lehren gezogen haben – sie berechnen automatisch an der Kasse 15 oder 18 % Bedienung. So haben ein paar Geizhälzhälse die ganze Innung blamiert.

Trinkgeld im Motel

Wenn man mehrere Nächte in einem Motel/Hotel verbringt, ist es eine nette Anerkennung für das Zimmermädchen (room maid, kann aber auch ein Mann sein), wenn man ein Trinkgeld hinterlässt. Dazu haben viele Hotels einen Umschlag oder einen Zettel bereitgelegt, auf dem sich die Person kurz vorstellt (my name is… und ich sorge für ein schönes Zimmer). Dieser Hinweis liegt in der Regel auf dem Schreibtisch oder dem Nachttisch.

 

Trinkgeld im Hotel
Trinkgeld im Hotel

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das manchmal nicht verstanden wird, wenn man das Geld nur auf den Zettel legt und diesen auf dem Schreibtisch lässt. Man kommt am Abend wieder und das Geld liegt noch da. “Selbst schuld” kann man sagen. Wir legen deshalb unsere zwei Dollar (manche sagen ein Dollar reicht, wir sagen zwei Personen, zwei Dollar) mit oder ohne den Zettel/Umschlag auf das Kopfkissen.

Es ist irgendwie ein Vorab-Trinkgeld. Deshalb ärgern wir uns manchmal allerdings, wenn dann öfters mal was nicht stimmt: Keine neue Seife, fehlende Getränkebecher, weniger Handtücher und was immer man vergessen kann.

Nicht unsere Welt, aber wir haben gehört, dass in besseren Hotels der Kofferträger einen Dollar pro Gepäckstück und der Concierge einen Dollar für das Rufen eines Taxis bekommt.

Sonstige Trinkgeldempfänger

Wir geben schon mal dem Fahrer des Mietwagenshuttles einen Dollar pro schwerem Gepäckstück, wenn es dieses aus dem großen Gepäckhaufen im Fahrzeug zieht und es einem an die Bordsteinkante schleppt.