Hotels und Motels

Hier beschreiben wir unsere Erfahrungen mit Hotels/Motels in USA und Kanada. Wir kennen die Luxushotels nicht, sondern die einfachen Motels, ob Kettenhäuser oder “owned by locals”. 

Im Gegensatz zu früher, hat man heute die Möglichkeit sich vorab im Netz zu informieren, wo man am nächsten Abend wohnen möchte. Dabei legen wir immer Wert auf das Lesen der Bewertungen.

Mir ist ein funktionierender Fön nicht wichtig, weil ich sowieso kurzes und lichtes Haar habe, aber wenn jemand einen fehlenden Fön in einer einfachen Unterkunft bemängelt, dann ist das lächerlich. Dass das “Continental Breakfast” nichts für Gourmets ist, ist eben so. Das muss man nicht negativ bewerten. Freuen wir uns, dass es überhaupt was zu essen gibt.

Wichtig ist Sauberkeit und Sicherheit.

Worauf wir achten:

Vor dem check-in

Wir fahren “eine Runde ums Haus” und achten darauf wo…

… der größte Krach ist: Straße, Lüftungen, Klimaanlagen, Eisenbahn (gaaaaanz wichtig. lautes Hupen, auch in der Nacht)

…wo die Arbeiter wohnen: Früh zu Bett, aber auch früh aufbrechend mit lautem Getöse –
immer noch besser als
PARTY PEOPLE: meist am Wochenende kommen junge Leute in die billigen Motels um Party zu machen. Das Schlimmste, das einem passieren kann. Lärm bis morgens – und keiner der Nachbarn würde sich beschweren. Ein Volk von Duckmäusern. 

… Leute mit Kindern wohnen: Eine gute Wahl. Irgendwann müssen auch Ami-Kinder mal schlafen.

… was in der Nachbarschaft ist: Drive thru von Burger-Läden, Tankstellen, Autowaschanlagen – aber auch laute Lüftungen von(teureren) Nachbarhotels

… die Trucks parken: Lassen oft die ganze Nacht ihre Kühlungen laufen

Haben wir dann einen Überblick über das Etablissement, gehen wir selbstbewusst zur Rezeption und nennen unseren Zimmerwunsch für einen bestimmten Bereich des Motels. Außerdem nehmen wir nach Möglichkeit den “Top Floor”. Dort trampelt einem niemand auf dem Kopf herum. Wir haben schon erlebt, dass Leute über uns Ihren Frühsport machen.

Während des Aufenthalts:

Hat man uns ein Zimmer neben der Eismaschine gegeben? Wir reklamieren das sofort. Nordamerikaner brauchen mitten in der Nacht Eis – und sie versuchen es zu bekommen, auch wenn die Maschine wegen Überlastung minutenlang ächzt, stöhnt und klappert und man dabei vor ihrer Tür ungehemmt laut herumfluchen kann.

Ergibt sich dann während des Abend/ der Nacht ein Problem, haben wir keine Hemmungen zur Rezeption zu gehen um ein anderes Zimmer zu verlangen. Sei es, dass irgendetwas nicht funktioniert (Klos und Abflüsse verstopfen gerne), die Aggregate nerven oder die Nachbarn zu laut sind. Falls möglich bekommen Sie ein anderes Zimmer ohne großes Tratra, denn die Angestellten haben keine Lust sich mit Ihnen oder eventuell aggressiven Krachmachern zu streiten

Erfahrungen mit Motelketten:

Von den einfachen Motelketten ist Motel 6 die verbreiteste. Man findet die Häuser eigentlich überall in USA und in vielen Teilen Kanadas. Die Häuser die wir mal als “classic” bezeichnen, haben für heutige Ansprüche recht kleine Zimmer, weil die Bauform aus den 70er und 80er Jahren stammt, und von außen zugänglichen Zimmertüren. Die meisten sind heute statt mit siffigem Teppich mit Laminat ausgestattet und haben zwei sog. Full Beds (breiter als ein halbes Doppelbett deutschen Standards), TV, Telefon, Dusche, WC und Waschbecken. 

Neuere Motel6 haben größere Zimmer und Zugänge von inneren Fluren (leiser weil weniger Krach vom Parkplatz, ggf. aber lauter wegen Türenschmeißerei auf dem Flur oder der gemeinsamen Lüftung/Klimaanlage).

Motel 6 gibt Rabatt für Personen ab 60.

Bilder Motel 6 “classic”, Kissimmee, Florida, 2107

Als “nächstbessere * ” Kette haben wir Super 8 kennengelernt. Diese Kette der Wyndham-Gruppe findet man auch sehr oft in den gefragten Touristen-Orten. Zu beachten ist, dass man bei der Anzahl und Größe der Betten aufpassen muss.  Oft bekommt man als günstigsten Preis den Preis für zwei Personen in nur einem Queen Bett  angeboten. Das ist nicht jedermanns Sache. Für zwei Betten zahlt man dann mehr. Allerdings ist oft das continental breakfast inklusive. Oft nur süßes Zeugs – aber wem’s reicht. 

* Hinweis von wegen “Nächstbessere Kette”: Wir haben aber auch beim Super8 schon grauenhafte Motels erlebt. So haben wir 2017 in Ridgecrest, Kalifornien bewusst das, im Vergleich zum Motel6 doppelt so teure Super8 gebucht. Auf dem Parkplatz angekommen, wollten wir ob des ersten Eindrucks gleich stornieren, waren aber 10 Minuten zu spät dran. Also Augen zu und durch. Außen und innen gammelig. Fleckige Teppiche und Betten. Bei der Abreise wurde ich gefragt wie es war. Ich machte den Fehler zu antworten und wurde ultimativ aufgefordert mit zum Zimmer zu gehen und die Mängel zu beweisen. Dazu hatte ich keine Lust und wurde dann als Lügner beschimpft. Fazit: Beim nächsten Mal nichts sagen und wenn überhaupt, sich bei der Company beschweren. Aber wie es immer so ist, nach dem Urlaub hat man auch keine Lust den Ärger aufzukochen.

Super 8 gibt oft Rabatt für ADAC-Mitglieder (Kooperation mit AAA/CAA)

Bilder Super 8, Wendover Utah

Weitere billige Kettenhotels können, müssen aber nicht besser sein als Motel 6 oder Super 8. Americas (Canadas) Best Value Inn, Days Inn, Ramada, Quality Inn, Howard Johnsons sind oft “privately owned” meist gut, zum Teil aber auch erschreckend schlecht. Schauen Sie auf die einzelnen Bewertungen und urteilen Sie selbst!

Seit einiger Zeit unsere Prämisse: Nie das billigste Motel aus der Liste nehmen, denn das wählen die schlimmen Leute.

Motels von Kette bis Independent

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