Einreise

Einreise USA

USA
Damit man sich nicht gleich zu wohl im gelobten Land fühlt, gibt es die amerikanischen Einreise-Formalitäten.
Waren Sie schon immer ziemlich stressig für den übermüdeten Reisenden, sind sie mittlerweile zu einer echten Nervenprobe geworden. Ich schildere hier mal verschiedene Fälle, so wie wir sie erlebt haben.

Vor der Abreise:

Mindestens 72 Stunden vor der Ankunft in den USA braucht ein deutscher Staatsbürger ESTA, eine Online-Antrag für die Genehmigung der Einreise. ESTA ersetzt das frühere Einreise-Formular (nicht das Zollformular – dazu später mehr in den “Sonderfällen), das man noch im Flugzeug ausfüllen musste. 

Offizieller Link zu ESTA: https://esta.cbp.dhs.gov/esta/

Es gibt Dienstleister die Ihnen gegen Zusatzgebühr ESTA vermitteln. ESTA selbst kostet 14 € und muss über Kreditkarte bezahlt werden. Es werden Ihnen Fragen zu Ihrer Person und Nationalität, Ihre Anschrift in USA (z.B. erstes Hotel) oder ob Sie gedenken während Ihres Aufenthaltes zu arbeiten (besser nicht, denn dafür braucht man ein Visum). Neuerdings wird aber auch nach Namen der Eltern, Firma u.a. sowie Social-Media Aktivitäten gefragt (diese noch freiwillig, Stand 2017) . Haben Sie alles ausgefüllt, erhalten Sie in der Regel umgehend die Genehmigung auf Ihrem Bildschirm angezeigt. Tipp: Auf jeden Fall ausdrucken und mit auf die Reise nehmen. Bei uns war einmal das Computer-System am Einreise-Flughafen ausgefallen und der Beamte fragte uns nach einem Ausdruck.

Falls Sie angezeigt bekommen, dass eine Genehmigung nicht unmittelbar erteilt werden kann – keine Panik. Das hatten wir auch schon. Es dauerte dann fünf Minuten bis die Genehmigung kam.

Die ESTA-Genehmigung ist zwei Jahre oder bis zum Ablauf des Passen gültig und kann für weitere Einreisen genutzt werden. Sie müssen dann nur ggf. eine neue, erste Adresse in USA nachreichen.

1. Normalfall: Erste Einreise oder Wiederholungseinreise mit neuem Pass

In diesem Fall müssen Sie die im Flugzeug erhältliche Zollerklärung ausfüllen. Fragen u.a. : persönliche Daten, aus welchem Land man einreist, ob man auf einem Bauernhof war, dass man nicht mehr als 10.000 $ in bar dabei hat UND dass man keine landwirtschaftlichen Erzeugnisse mitbringt. Nehmen Sie letzteres wirklich ernst. Auf den Flughäfen gibt es kleine Schnüffelhunde die Ihr Leberwurst-Notpaket sicher finden werden. Dann wird es richtig teuer.

Mit Pass und Zollerklärung stellen Sie sich in die entsprechende Schlange oder lassen sich von den Bediensteten entsprechend dorthin treiben. Dem Beamten legen Sie beides vor. Er stellt Ihnen die selben oder ähnliche Fragen wie sie sie schon auf dem Formular beantwortet haben. Fotografiert sie und nimmt Ihre Fingerabdrücke. Danach stempelt er Ihre Zollerklärung sowie Ihren Pass und schreibt ein Datum hinein, bis wann Sie das Land wieder verlassen sollten. Dann holen Sie Ihr Gepäck, welches meist wegen der langwierigen Prozedur, schon auf dem Band rotiert, geben den Zollzettel am Ausgang (falls der Beamte ihn ihnen mitgegeben hat) ab und sind endlich angekommen. Ab jetzt wird alles besser – versprochen.

2. Normalfall: Wiederholte Einreise mit einem bereits zur Einreise genutztem Pass

In diesem Fall gehen Sie (oder lassen sich treiben) zu einem der “Kioske”. Maschinen bei denen Sie Ihren maschinenlesbaren Pass einführen und am Bildschirm die Zollerklärung ausfüllen, sich fotografieren und die Fingerabdrücke nehmen lassen. Sie bekommen dann einen Zettel mit Ihren Angaben und Ihrem Bild ausgedruckt. Wenn Sie Pech haben ist ein fettes X über den Zettel gezogen. Dann müssen Sie sich entsprechend einreihen und werden einer ähnlichen Prozedur unterzogen wie oben geschildert. Ist Ihr Zettel “sauber”, gehen Sie zu einem Beamten, der relativ cool auf dem Hocker sitzt, kurze Fragen stellt, und schon sind sie fertig.

3. Sonderfall: Wiederholte Einreise aber Pass weniger als sechs Monate gültig

Dieser Fall verursachte mir wegen Unwissenheit echte Panik. Im Gegensatz zu früher, als ein Pass noch mindestens ein halbes Jahr nach nach Einreise in die USA gültig sein musste, gibt es ESTA unabhängig davon. Allerdings schlägt der Einreise-Kiosk dann Alarm (“…Voraussetzung nicht erfüllt…”) und schreibt, man muss soll Beamten aufsuchen.

Lösung: Man füllt, wie unter 1. beschrieben, eine manuelle Zollerklärung aus und reiht sich in der richtigen Schlange ein. Also besser schon im Flugzeug ausfüllen und nicht in der Hektik der Einreisehalle.

Mal so mal so: Wiedereinreise auf dem Landweg aus Kanada nach vorheriger USA-Einreise per Flugzeug (auf der selben Reise)
Bis auf eine Ausnahme auch stressfrei. Im Gegensatz zur “Frischeinreise” muss man die 6 $ nicht bezahlen. Die erwähnte Ausnahme war allerdings extrem: Wir und unser Auto wurden ziemlich gefilzt. “Have a nice trip” zum Abschied. Ja, nächstes mal.

Einreise Kanada

KANADA
Ich habe keine frischen Erfahrungen mit der Einreiseprozedur nach Landung mit dem Flugzeug. Die letzten stammen aus dem Jahr 2007: Pass vorzeigen, “Welcome to Canada” und fertig. Heutzutage muss ähnlich wie bei USA online eine Genehmigung beantragt werden (eTA). Einreisen aus USA per Landweg (zuletzt September 2017) sind immer noch stressfrei: Kurze Fragen, Stempel in Pass und ab die Post.

Link zu eTA: http://www.cic.gc.ca/english/visit/eta-start-de.asp

 

Einreise nach USA und Kanada. Unsere Erfahrungen und Sonderfälle